Kinesiotaping
 

Dr. med. Steinkamp - Kinesiotaping


Verletzungen kurieren, Muskeln lockern, Entzündungen hemmen


Durch das Aufkleben von Tapeverbänden werden schmerzende Muskeln und Gelenke entlastet, hierdurch können diese sich erholen. In der Regel verbleibt ein solches Tape für eine Woche, die Beweglichkeit wird nicht eingeschränkt, nach einigen Stunden der Gewöhnung spürt man es gar nicht mehr; duschen und baden sind möglich.

Das Kinesiotaping ist eine hervorragende Ergänzung zu Krankengymnastik und Akupunktur, der Bedarf an Schmerzmitteln wird deutlich reduziert.

Die Kinesiotaping Therapie wird mit vier Grundtechniken angewendet, die entweder separat oder in Kombination als Indikationsanlagen ausgeführt werden.

  1. Muskelanlage
  2. Ligamentanlage
  3. Korrekturanlage
  4. Lymphanlage 
1. Muskelanlage
 

Muskelanlagen werden angewendet bei erhöhter oder verminderter Ruhespannung (Hypertonus, Hypotonus) sowie bei Verletzungen der Muskulatur und bewirken eine Normalisierung des Ruhetonus, Schmerzminderung und Verbesserung bei Belastbarkeit, was eine schnelle Heilung bewirkt.


2. Ligamentanlagen
 

Ligamentanlagen werden angewendet bei Verletzungen und Überlastungen von Sehnen und Bändern. Sie bewirken eine Entlastung, Schmerzminderung und Verbesserung der Belastbarkeit.


3. Korrekturanlagen


Korrekturanlagen werden unterschieden in funktionelle Korrektur und Fascienkorrektur. Die funktionelle Korrektur wird angewendet bei knöchernen Fehlstellungen, z.B. Patella- Korrektur und bewirkt eine Korrektur der Fehlstellung. Facienkorrekturen werden bei Verklebungen und Muskelfascien angewendet und bewirken eine Auflockerung der Fascien sowie eine Schmerzminderung.
 

4. Lymphanlagen


Lymphanlagen werden angewendet bei Störung des Lymphabflusses. Die Lymphanlage bewirkt das Anheben der Haut. Somit vergrößert sich der Raum zwischen Haut und subkutanem Geweben, wodurch die Lymphflüssigkeit aus den Zwischenräumen einfacher in das Lymphsystem abfließt.

Darüber hinaus wird die Haut durch das Anheben in Kombination mit der Körperbewegung gedehnt. Das Bindegewebe wird hierdurch gelockert, mit der Folge, dass sich die Filamente zwischen den Endothelzellen der initialen Lymphgefäße und den elastischen Fasern des Bindegewebes besser bewegen können.

Aus diesen vier K-Taping Anlagetechniken sowie der Kombinationen ergibt sich dieses außerordentlich breite Anwendungsspektrum der K-Taping Therapie.

Dabei werden unterschiedliche Wirkweisen erzielt:
 

  1. Verbesserung der Muskelfunktion
  2. Entfernung der Zirkulationseinschränkungen
  3. Schmerzreduktion
  4. Unterstützung der Gelenkfunktion
1. Verbesserung der Muskelfunktionen


Bei Überbelastungen des Muskelapparates können Rupturen im Muskelbindegewebe entstehen. Dadurch austretende Flüssigkeit in den interstitiellen Raum verursacht eine Druckerhöhung, wodurch Druck- und Schmerzsensoren gereizt werden. Die Folgen sind: Schmerzen, Steifigkeit, Schwellungen und Tonuserhöhung. Tonusänderungen sind die häufigsten Befunde am Bewegungsapparat. Darüber hinaus kann z. B. postoperativ statt Hypertonie, eine Hypertonie der Muskulatur entstehen. In beiden genannten Fällen kann die Muskulatur mit der K-Taping-Methode therapiert und die Muskelfunktion verbessert werden.
 

2. Entfernung von Zirkulationseinschränkungen


Entzündungen sind häufig eine Reaktion des Körpers auf Gewebeschäden. Einhergehend mit dem Austreten von Flüssigkeit im verletzten Gebiet, führen Entzündungen zu raumfordernden Schwellungen und einer Druckerhöhung zwischen Haut und Muskulatur. Der Lymphfluss wird gestört bzw. stagniert. Die K-Taping Anlage kann in diesem Bereich die Haut anheben, den Raum vergrößern und somit eine Druckreduzierung und eine Verbesserung der Lymphzirkulation bewirken.
 

3. Schmerzreduktion


Durch die Haftung des K-Taping Tapes auf der Haut und der dadurch ausgelösten mechanischen Verschiebung bei ausgeführten Körperbewegungen, erfolgt eine Reizung der Mechanorezeptoren in der Haut. Dadurch kommt es zur Schmerzdämpfung auf direkter spinaler Ebene. Die einlaufenden Afferenzen der Mechanorezeptoren ins Rückenmark aktivieren hemmende Filterzellen im Hirnstamm und mindern damit die Stärke der Schmerzwahrnehmung.
 

4. Unterstützung der Gelenkfunktion


Die Gelenkfunktionen können anhand verschiedener K-Taping Anlagen unterstützt werden. Durch Einfluss auf den Muskeltonus werden Ungleichgewichte korrigiert und es entsteht eine Balance in den Muskelgruppen. Über die Stimulierung der Propriozeption wird ein besseres Bewegungsgefühl erreicht. Funktionelle und mechanische Korrektur-Anlagen ergeben ebenso wie die passive Unterstützung eine Verbesserung der Gelenkfunktion, führen zu einer Schmerzdämpfung und somit zu einem verkürzten Heilungsprozess.