Schmerztherapie
 
Dr. med. Steinkamp - Schmerztherapie

Chronische Schmerzen ganzheitlich behandeln


Immer mehr Menschen leiden unter chronischen Schmerzen, Schätzungen gehen von acht bis zehn Millionen Betroffenen in Deutschland aus. Am häufigsten sind Schmerzen des Bewegungsapparates, mit zunehmendem Alter bedingt durch Gelenkverschleiß, sog. Arthrose. Hier sind oft mehrere Therapieformen erforderlich:

  • aktive Bewegungsübungen (z. B. Krankengymnastik)
  • Gewichtsabnahme
  • Chirotherapie
  • Akupunktur
  • Kinesiotaping
  • schmerzlindernde Medikamente

Diese Therapien werden von Dr. Steinkamp angeboten oder er veranlasst und koordiniert die Weiterbehandlung bei spezialisierten Ärzten, z. B. Schmerztherapeuten.

Herr Dr. Steinkamp besitzt die Zusatzqualifikation „Spezielle Schmerztherapie“. Durch eine große Auswahl an Therapiemöglichkeiten (v.a. Chirotherapie, Akupunktur, Physiotherapie, Medikamente) können heute Schmerzen schnell und effektiv reduziert werden. 


Behandlung chronischer Schmerzen
 

Im Gegensatz zum akuten Schmerz (Schutzschmerz), der dem Gehirn ein Warnsignal für körperliche Störungen meldet, hat sich der chronische Schmerz von der ursprünglichen Funktion abgelöst und existiert selbstständig. Die Nervenzellen des Betroffenen melden dem Gehirn mitunter Schmerzen, wo gar keine sind. Nach Angaben der Deutschen Schmerzliga leiden mindestens acht Millionen Bundesbürger an schweren Dauerschmerzen.

 

Man unterscheidet – wie bei der akuten Schmerzsymptomatik auch – drei Grundtypen von Schmerzen: 
  • Periphere Projektionsschmerzen (Trigeminusneuralgie, Sudeck-Syndrom, usw.)
  • Zentraler Schmerz (z.B. brennender Dauerschmerz nach einem Schlaganfall, "Thalamusschmerz")
  • Übertragungsschmerz (der Schaden eines inneren Organs projiziert sich als Schmerz auf ein bestimmtes Hautareal, "Haed-Zonen")
Wie entsteht chronischer Schmerz?

 

Chronische Schmerzen sind kein natürlicher Zustand des Körpers, sondern eine Verselbstständigung von Nervenimpulsen. Sendet eine Nervenzelle zu lange und dauerhaft beispielsweise nach einer Verletzung einen Impuls an das Gehirn, verändert sich ihr Stoffwechsel. Ist schließlich kein Reiz mehr vorhanden, kann die Zelle nicht mehr abschalten und sendet die Impulse trotzdem. Die Zelle hat gewissermaßen eine Art Schmerzgedächtnis entwickelt.
Um diese Fehlleistung der Nervenzelle zu stoppen, liegt der Behandlungsansatz von chronischen Schmerzen zum einen in der Unterbrechung der Schmerzleitung, zum anderen auch in einer Veränderung der Schmerzwahrnehmung des Patienten. 


Wie erkennt man chronische Schmerzen?

 

Dauert ein Schmerzgeschehen so lange, dass es sich verselbständigt hat (normalerweise drei bis sechs Monate), handelt es sich um chronischen Schmerz. Die ursprüngliche Ursache des Schmerzgeschehens existiert nicht mehr oder kann nicht mehr kausal behoben werden. Zudem können viele Umwelteinflüsse wie Stress oder Wetteränderungen die Schmerzen triggern oder verstärken. Oft sind auch verschiedene Schmerzformen bei einer chronischen Schmerzsymptomatik vereint. 


Die häufigsten Schmerzformen des chronischen Schmerzes sind: 
  • Rückenschmerzen (u. a. nach Bandscheibenvorfall, Nervenwurzelkompressionssyndrom)
  • Kopfschmerzen (u. a. Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz)Rheumatische Schmerzen (u. a. Arthritis, Fibromyalgie)
  • Neuralgien (u. a. Trigeminusneuralgie, Gürtelrose)
  • Tumorschmerzen (u. a. Hirntumore, Knochenmetastasen)
  • Degenerative Schmerzen (u. a. Osteoporose, Arthrose)
  • Phantomschmerzen (u. a. nach Amputation, Plexusabriss) 
Diagnose des chronischen Schmerzes

 

Nur etwa 60 Prozent der Patienten mit chronischen Schmerzen begeben sich in ärztliche Behandlung. Doch zeigen schon die fein differenzierten Schmerzformen und die Entstehung des chronischen Schmerzes, dass bei dieser Symptomatik eine sehr ausführliche Diagnostik der vielfältigen Therapie vorausgehen muss.
Der behandelnde Arzt wird sich bei Patienten mit chronischen Schmerzen in der Regel viel Zeit für eine gründliche Schmerzanamnese nehmen. Leiden Sie unter chronischen Schmerzen, ist es sinnvoll, wenn Sie ein Schmerztagebuch führen. Auch wird das Sichten der Vorbefunde - etwa alter Arztbriefe und Röntgenbilder - relativ viel Aufwand bedeuten.
Der behandelnde Arzt wird sich weiterhin nach Ihrem psychosozialen Umfeld und besonderen Belastungsfaktoren erkundigen und folgende weitere Untersuchungen durchführen:

  • Eingehende körperliche Untersuchung
  • Neurologische UntersuchungOrthopädische Untersuchung
  • Eventuell zusätzlich EEG, EMG oder weitere bildgebende Untersuchungsverfahren 
Behandlung chronische Schmerzen

 

Patienten mit chronischen Schmerzen, sollten entsprechend den vielfältigen Ursachen und verstärkende Faktoren ihrer Krankheit mit einer Kombination sich ergänzender Verfahren behandelt werden, die sowohl körperliche, seelische als auch soziale Aspekte umfassen.
Medikamente bilden häufig die Basis einer Dauerbehandlung.
Die medikamentöse Schmerztherapie wird laut WHO-Richtlinien in drei Stufen unterteilt:

  • Stufe I: Nichtsteroidalen Antirheumatika bei leichten Schmerzen
  • Stufe II: Opioide bei mäßig starken bis starken Schmerzen
  • Stufe III: Opioide bei starken bis stärksten Schmerzen

Zusätzlich können bei bestimmten Schmerzformen weitere Medikamente gegeben werden, etwa entkrampfende Mittel bei Koliken. Nicht selten steht am Anfang der Behandlung ein Entzug von solchen Medikamenten, die für die Chronifizierung der Schmerzkrankheit mitverantwortlich sein können (vor allem bei Kopfschmerzen).
Neben der Psychotherapie und der medikamentösen Einstellung stehen je nach Schmerzform weitere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.

  • Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) Reizung der Nervenstrukturen durch das Anlegen von Stromimpulsen auf der Haut. Durch diese Maßnahme wird des körpereigene spinale Schmerzhemmsystem aktiviert.
  • Akupunktur
  • Krankengymnastik zur Stärkung oder Entlastung von Muskelgruppen
  • Bewegungstherapie
  • Verhaltenstherapie wie Stressbewältigungstraining oder Biofeedback
  • Autogenes Training
  • Nervenblockade z.B. Sympatikusblockade durch die intravenöse Gabe von Guanethidin
  • Implantierte Schmerzpumpen zur kontinuierliche Abgabe von Medikamenten zur Schmerzmittelspiegelerhaltung
  • Regionalanästhesien z.B. mit Periduralkatheter
  • Entlastungs- oder Palliativoperationen z.B. bei Karpaltunnelsyndrom

Aber auch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten, wie eine Änderung der Ernährung oder ein Wechsel des Arbeitsplatzes, können den Schmerzalltag positiv beeinflussen.

Bestimmte Therapieformen können nur stationär oder ambulant in einer Schmerzambulanz durchgeführt werden. Neben den apparativen Voraussetzungen müssen vor allem speziell geschulte Ärzte die Therapie ansetzen und überwachen. Wegen der vielfältigen Therapieformen wird sich das ärztliche Team einer Schmerzambulanz aus Experten verschiedener Fachrichtungen wie Anästhesie, Psychotherapie, Chirurgie, Orthopädie und weiterer zusammensetzen und sich an der Therapie beteiligen.
Zur Verlaufs- und Erfolgskontrolle werden standardisierte Schmerzfragebögen, Schmerztagebücher und Verlaufsdokumentationsbögen eingesetzt, welche auch zu Hause fortgeführt werden müssen.